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05.09.2022
Klingenthal. Der nordische Skisport in Klingenthal und in der gesamten Bundesrepublik erlebte mit der erschütternden Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees am 7. Juli 2026, den schwersten Rückschlag seiner Geschichte. Mit dem offiziell beschlossenen Ausscheiden der Nordischen Kombination, der Königsdisziplin des nordischen Skisports, aus dem olympischen Programm, sorgt das IOC nun für eine Lawine, deren Ausmaße für die internationale und nationale Wintersportwelt, deren Förderstrukturen, die Bundesstützpunkte und für alle Beteiligten noch nicht absehbar sind.
Hierbei steht nicht nur eine Sportart auf dem Spiel, sondern die Existenz und Zukunft von Menschen, die diesem Sport ihr Leben versprachen und jahrelang ihren gesamten Ehrgeiz und ihre Leidenschaft, sowie ihre Lebensgrundlagen dafür einsetzten. Der VSC Klingenthal e.V. mit all seinen Sportanlagen, die als Trainings- und Wettkampfstätten der Sportlerinnen und Sportler dienen, sind von dieser skandalösen Entscheidung direkt betroffen. Die Verantwortlichen des IOC nehmen damit nicht nur einer gesamten Generation von Athletinnen und Athleten ihre Perspektive, auch berauben sie die vielen Nachwuchssportlerinnen und -sportler, die für diese beeindruckende und traditionsreiche Sportart brennen, ihrer Träume.
Bild: Pure Emotion beim Finale des Deutschen Schülercup in der Nordischen Kombination in Klingenthal.
Dass die Nordische Kombination bereits unter der Führung des im Juni abgewählten früheren FIS-Präsidenten Johan Eliasch zunehmend ins Abseits geriet, hat diese Entwicklung mit Sicherheit begünstigt.
„Die Auswirkungen, die diese Entscheidung auf die Athletinnen und Athleten haben werden, sind unbegreiflich. Wir arbeiten jeden Tag mit Spitzen- und Nachwuchssportlern zusammen, deren Lebensinhalt über Nacht nun keine Bedeutung mehr zu haben scheint. Das ist ein Armutszeugnis für die Zustände, die innerhalb des IOC und des internationalen Skisports herrschen.“, so der Geschäftsführer des VSC Klingenthal, Alexander Ziron.
Doch nicht nur die Aussichten der Athletinnen und Athleten sind damit unklar. Durch das Ausscheiden der Nordischen Kombination aus dem IOC-Programm steht deutlich mehr auf dem Spiel.
Bild: Sieg des deutschen Teams bei den Juniorenweltmeisterschaften 2024, inklusive vier Athletinnen und Athleten aus Klingenthal.
Nicht nur für den Standort Klingenthal bleibt die Frage, wie es weitergehen soll.
Fakt ist:
Wir werden kämpfen!
• Für unseren Traum.
• Für den Erhalt von weit über 100 Jahren Wintersporttradition in Klingenthal.
• Für unsere Nachwuchsathleten und -athletinnen.
• Für die Nordische Kombination.
Gemeinsam mit unseren engagierten Partnern aus Sport, Politik und Wirtschaft.
Unser eindringlicher Appell geht an die Entscheidungsträger der Politik und des DOSB jetzt keine bewährten Förderstrukturen zu zerschlagen, um die Nordische Kombination, stärker denn je, ab 2034 wieder im Olympischen Programm zu etablieren.






